Archiv des Autors: mbarthelmie

KOLKATA – FOTOGRAFIE AUS INDIEN – ANJA BOHNHOF

KOLKATA – Books for sale – Bahak – ANJA BOHNHOF

Ab Januar 2018 wird es eine neue Ausstellung im KunstRaum geben: Zwei Fotoserien aus Kolkata, das ehemalige Kalkutta, der Fotografin Anja Bohnhof, die in den Jahren 2009 und 2012 entstanden – Books for sale und Bahak.

Ein Labyrinth aus bedrucktem Papier von den Bürgersteigen zu den Durchgängen, von Türen über Treppen bis hinauf zu vollgestopften Dachböden stapeln sich Bücher zu Fassaden, Ecken und Erkern. Rings um die Collegestreet, im alten Universitätsviertel Kolkatas, gibt es gut 10.000 Buchläden, ein Labyrinth aus Millionen von Büchern, in kleinen bunten Kiosken der Straßenhändler neben riesigen Gewölben mit Druckereien und Verlagshäusern.

book stall

Die renommierte Fotografin Anja Bohnhof aus Dortmund zeigt die Schönheit und Lebendigkeit einer einzigartigen Buchkultur, ein lebendiger Kosmos – wer Bücher liebt, wird sich seiner Faszination nicht entziehen können

Die bengalische Bezeichnung für Lastenträger lautet „Bahak“. Keine Last scheint zu schwer und zu groß, als diese Männer nicht in der Lage wären, sie mit ihrer Muskelkraft durch die engen und überfüllten Straßen Kolkatas zu transportieren. Jegliche  denkbaren Waren und Güter  werden geschleppt, gezogen, gekarrt, auf dem Kopf, dem Fahrrad, Dreirad oder einer Laufrikscha.

 

Bahak, das bedeutet ein Leben als Tagelöhner am unteren Rand der Gesellschaft, Ausbeutung und geringe Entlohnung, dennoch sind sie unverzichtbar.

Anja Bohnhof sind in ihrem provisorischen

Straßenstudio enorm starke Portraits von Menschen gelungen, auch wenn nur kurze Momente zur Verfügung standen.

Sie sind Ausdruck eines bewundernden Staunens über die sichtbaren Kunstfertigkeiten, die das Bewegen von Dingen beinhalten kann.

Beide Arbeiten wurden bereits in vielen Museen gezeigt, die Buchveröffentlichungen fanden große Anerkennung.

Die Eröffnung ist am 20.01.2018 wie bisher ab 17 Uhr geplant, Einladungen folgen Anfang Januar.

 

 

KunstRaum

Eröffnung am Samstag, 4. November von 17-20 Uhr

Tanja Friedrichs. La  Loope – Reine Zierde 2005 -2017

und Graphische Serien aus der Sammlung

 la   loope   pivot   quiril   cloud   mapeal    womoon    libri ……

Das sind einige der Titel für Schmuckserien, die die Diplomdesignerin Tanja Friedrichs aus Duisburg in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Ausgewählte Stücke der gesamten Kollektion Reine Zierde werden ab Anfang Oktober bis Ende Dezember im KunstRaum zu sehen sein.

Ausschließlich  aus Galeriedraht, der eigentlich als reines Ziermaterial aus den Anfängen der industriellen Schmuckfertigung zum Verzieren von Silberwaren Verwendung fand, fertigt Tanja Friedrichs die Kollektion Reine Zierde in Anspielung an den Zierdraht. Die gesamte Kollektion, mit der sie nach ihrem Diplom an der Fachhochschule Düsseldorf begann, schlägt mühelos eine Brücke zwischen klassischer Goldschmiedekunst und modernem Schmuckdesign.

Ihre Arbeiten erhielten Preise und Auszeichnungen und sind in wichtigen Sammlungen vertreten. Ausgewählte Stücke  wurden 2010, 2011 und 2012 in die Modern Jewelery Collection übernommen. Nach Pivot, der faszinierenden Synthese von Spannung und Licht, folgte 2014 Meridien de la Perle. Wiederum verleiht Tanja Friedrichs dem Galeriedraht einen eigenständigen formalen Ausdruck, der mit dem Klassiker, der Perle, eine gelungene formale Synthese mit eleganter Rhythmik eingeht. Charakteristisch  wie schon bei den Kollektionen LA, Quiril und Loope ist das fließende Lichtspiel, das sich bei jeder Bewegung auf den winzigen Perlen abspielt und die Blicke anzieht.

Ein Ausstellungsteil widmet sich den Anfängen der Studentin und zeigt in frühen Arbeiten mit dem Industriematerial Kunststoff – Löffel, Gefäße, Schmuck aus Alltagsflaschen – den humorvollen, kritischen Umgang und Werdegang der industriell geprägten Designerin.

Ergänzt wird die Ausstellung mit druckgraphischen Serien von Ulrich Erben, Robert Mangold, Gottfried Honegger, Flavio Paolucci, Peter Stein und Günther Uecker aus meiner Sammlung. 

Loope

 

 

Eröffnung Ausstellung FARBE/PAINT – 3 Videos

Frank M. Fischer hat wie  schon zur Eröffnungsausstellung Blick auf Le Corbusier   ein  Interview  zur 2. Ausstellung             FARBE/PAINT   gemacht, in dem das Thema , die ausgestellten Arbeiten und Künstler vorgestellt werden.

Zwei ruhige Umgänge mit Einzelvorstellungen einiger Werke runden das Ganze ab,

Die Videos kann man sich ansehen unter www.duisburg365.de in den  Kulturbeiträgen oder bei YouTube unter Nennung meines Namens oder KunstRaum Duisburg.

Zahnarzt

Gesundheit und Medizin ist ein sehr komplexes Thema. Ich habe mich bereits vor vielen Jahren als Zahnarzt  auf bestimmten Gebieten spezialisiert, damit kann ich  Sie immer kompetent und umsichtig nach neuestem Stand der Wissenschaft behandeln. Trotz spezialisierter Tätigkeitsschwerpunkte in der Implantologie, Parodontologie, Funktionstherapie, Endodontie, der ästhetisch-restaurativen Zahnmedizin bleibe ich nach wie vor Allgemein-Zahnarzte, sogenannter Allrounder.

Zusammen mit Anke Friedrich, verantwortlich für die Prophylaxe, Zahnreinigung, Vor- und Nachtherapie aller parodontologischen und implantologischen Eingriffe arbeiten wir Hand in Hand und tun dies schon seit Beginn der 1980iger Jahre in der ersten Praxis in Xanten. Wir planen gemeinsam nach individueller Diagnose die unterschiedlichen Probleme unserer Patienten, unterstützen uns dabei gegenseitig, verteilen in der Behandung nach unseren Kompetenzen die Behandlungen, sodass unsere Patienten von unserem Einzel- wie auch dem Teamwissen profitieren können. „Vier Augen sehen mehr als zwei“ bedeutet Rückkoppelung, Kontrolle, Korrekturmöglichkeit, letzlich Lösung  unterschiedlicher Probleme auf kompetente Weise.

Natürlich gehören auch qualifizierte Mitarbeiterinnen dazu, während der Behandlungsabläufe, aber auch davor und danach in der zahnärztlichen  Aufklärung und Vermeidung von Erkrankungen und zur stabilen Erhaltung eines Behandungsergebnisses. Auch mit Michaela Merkewitsch verbinden mich viele Jahre intensiver Zusammenarbeit, besonders in der Prothetik und Implantologie, aber vor allem in der Elektroakupunkturdiagnostik und -therapie – hier hat sie mittlerweile sehr viel Kompetenz und Kenntnisse gewonnen.

Marzia Lauer hat sich als Neuling perfekt in unserem kleinen Team etabliert, auch sie sehr kenntnisreich, fortbildungswillig, dies vor allem im Bereich der Praxishygiene. Als eine von ganz wenigen in Deutschland hat sie die Ausbildung zur Sterilgutassistentin gemacht und hat bei uns die wichtige Funktion der Hygieneleitung.

Gesunde Zähne bedeuten mehr Lebensqualität. Aber nicht nur das: wer gesunde Zähne hat, ist auch insgesamt gesünder. Sollten Sie bisher schlechte und schmerzvolle Erfahrungen in der Zahnmedizin gemacht haben, dann lassen Sie sich davon überzeugen, dass es auch anders gehen kann. Das Wort zahnärztliche Sprechstunde nehmen wir wörtlich.

KunstRaum

FARBE | PAINT

April – Oktober 2017

Nachdem die Eröffnungsausstellung Blick auf Le Corbusier mit vier großformatigen Fotoarbeiten von Thomas Florschütz erfolgreich zu Ende ging, gibt es seit Mitte April eine neue Ausstellung zum Thema Farbe|Paint zu sehen. Sie wird am 17. Mai offiziell von 18 – 20 Uhr eröffnet.

Farbe kann durch Angabe von drei Eigenschaften in einem Farbmodell beschrieben werden. Werden sie quantifiziert, ergibt das kartesische Produkt aller möglichen Werte einen dreidimensionalen Farbraum. Die Messwerte an Farbräumen sind der Farbton oder Buntton – also der Farbname, die Farbsättigung, die Buntheit und Chromazitität, was die Verschiebung der Farbe in Richtung Graupunkt bedeutet.                                                                                                                Die Begriffe value und chroma – also Farbton und Buntheit – sind ein wesentlicher Teil in der sog. Ästhetischen Zahnheilkunde, bei der Auswahl und und Fertigung keramischer Zähne. Auch diese können kleine Kunstwerke sein.

Am Beispiel der Arbeiten von 11 Künstlern lässt sich der Umgang mit Farbe in seinen unterschiedlichen Formen und Wirkungen auf unser Auge in Abhängigkeit der geschilderten Gesetzmäßigkeiten, verschiedener Farbgründe und Materialien sehr gut beobachten und ergründen. Das kann dick und pastös daherkommen wie etwa bei Richard Serra aber auch Icke Winzer, oder leicht und transparent wie bei der Gruppe von Martha Guisande. Sybille Berger trägt bis zu 200 Farbschichten auf, um ihre Farbfelder zu verdichten während Monika Huber eher minimalistische Farbspuren in ihren Kompositionen präsentiert. Wirkliche Farbräume mit Tiefenwirkungen schafft Gotthard Graubner in seinen Kissenbildern unter Verwendung alter venezianischer Farbtechnik, hingegen kommen Elisabeth Varys Farbkörper mit beinahe mineralischen, pudrigen Oberflächen daher. Und Kuno Gonschior schafft es durch Verwendung scheinbar unverträglicher Leuchtfarben seine Farbpunkte zur Bewegung zu bringen, wenn man sie nur lange genug fixiert, so entsteht ein zusätzliches Phänomen der Wahrnehmung von Farbe.

Das Ausstellungszitat von Dürrenmatt „Ich habe ins Blaue geschossen und ins Schwarze getroffen“ beschreibt in seiner Knappheit sehr schön die ganze Bandbreite der abstrakten Farbmalerei, was hoffentlich durch die wenigen Exponate zum Ausdruck kommt.

Gezeigt werden Malereien von Sybille Berger, Paco Fernández, Kuno Gonschior, Gotthard Graubner, Martha Guisande, Monika Huber, Alfredo Álvarez Plágaro, Richard Serra, Lee Ufan, Elisabeth Vary und Icke Winzer.

Marta Guisande, Richard Serra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eröffnung Kunstraum und Praxis für Zahnheilkunde

In zwei Beiträgen von Frank Fischer, Duisburg365.de wird der KunstRaum vorgestellt und über die Entstehung und die Idee des Projektes  berichtet. Der zweite Beitrag, das Interview, geht auf die am 26. November 2016 eröffnete erste Ausstellung “ Blick auf Le Corbusier “ ein.

Beitrag Duisburg365.de über den KunstRaum

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Interview mit Dr. Manhardt Barthelmie von Frank Fischer

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KunstRaum

Blick auf Le Corbusier

Fotografien von Thomas Florschuetz und Möbel von Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand

Oktober 2016 – April 2017

Thomas Florschuetz (*1957 Zwickau, lebt und arbeitet in Berlin) setzt sich in seinem künstlerisch- fotografischem Schaffen mit Gebäudekomplexen auseinander, die im direkten Kontext mit Herrschaftsformen stehen und eine Repräsentationsfunktion innehatten oder auch, wie in den Fotografien von Capitol Complex, Chandigarh, Indien oder der Kirche Notre Dame du Haut in Ronchamp, Frankreich utopisch-visionär sind. Diese Bauwerke haben u.a. die Aufgabe, eine Vision oder auch einen Machtanspruch zu illustrieren.

Im Werk von Florschuetz steht in diesem Zusammenhang die Auseinandersetzung mit dieser formalen Gestaltung im Vordergrund. Es geht ihm um die physische Präsenz und räumliche Gliederung der jeweiligen Baukörper, nicht um eine Dokumentation oder architektur-historische Analyse. Ergebnis der künstlerischen Auseinandersetzung sind fotografische Bilder, die auch unabhängig von der Kenntnis des Motivs wirkungsvoll sind, ohne dabei die Bedeutsamkeit der Orte zu verleugnen. Die Fokussierung auf bestimmte architektonische Elemente und Ausschnitte, Fragen nach Licht, Nähe oder Distanz bestimmen die Erscheinung seiner Werke und führen gleichzeitig eine Art Wesenhaftigkeit der zugrunde liegenden Architektur vor Augen.

von links Chaiselonge LC4, 1928 Thomas Flroschuetz, Enclosure (M.O.A.B.) 03, & Enclosure (CC) 15, beide Werke 2010/13

Chaiselonge LC4, 1928
Bilder: Thomas Florschuetz, Enclosure (M.O.A.B.) 03, & Enclosure (CC) 15, je 2010/13

Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand – Möbel

„Möbel waren in den Zwanzigerjahren das Versuchsfeld einer künstlerischen Avantgarde. Die Wchutemas in Sowjetrussland, das Bauhaus in Deutschland, in den Niederlanden die Künstlergruppe De Stijl und in Frankreich das Atelier des Schweizer Architekten Charles-Edouard Jeanneret-Gris, genannt Le Corbusier, waren die Zellen einer europäischen Bewegung, die eine neue sachliche Formensprache für das Mobiliar formulierten. Ihr Funktionalismus war ästhetisch, politisch und ökonomisch.                                                                                         Während sich politisch im Europa der Zwanzigerjahre totalitäre Regime formten, waren diese zum Teil links gesinnten Gruppen länderübergreifend vernetzt. Gemeinsam trugen sie zu einer internationalen Moderne bei, die mit Prädikaten wie Transparenz, Minimalismus und Rationalismus ein ästhetisches Drehmoment in der Geschichte des Industriedesigns gesetzt hat.“         Sophie Jung in: 12 Gegenstände, 2015 av Edition, Stuttgart

Als junge Architektin begann Charlotte Perriand 1927 im Büro Le Corbusier. Sehr schnell entstanden seit dem eine Reihe von Sitzmöbeln wie LC1, LC2, LC4, die heute Ikonen des modernen Möbeldesigns sind und bis heute z.B. von der Firma Cassina gebaut werden.

Le Corbusier hatte schon vor 1927 die theoretischen Grundlagen und Analysen verschiedener Sitzpositionen für Sitzmöbel in Skizzen festgelegt, die er Charlotte Perriand zur Entwicklung überließ. Perriand hatte zuvor bereits Möbel für ihr Appartement an der Place St. Sulpice in Paris entworfen, die diesen Analysen entsprachen. Für die verbliebenen Sitzpositionen hat sie dann noch weitere Designs entwickelt, darunter auch das „Grand Confort“, dessen innovatives Gleitsystem 1929 patentiert wurde.

Thonet produzierte diese Möbel ab 1930 unter Angabe aller drei Entwerfer, also Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand. Das änderte sich nach 1945, es wurden die Kurzformen LC1 – LC4 eingeführt, die auf Le Corbusier verwiesen. Das Urheberrecht war bei allen dreien verblieben, die daher nach Übernahme der Produktion durch Cassina ab 1965 wieder benannt werden, obwohl sich die Kurzform erhalten hat.

Bilder Thomas Florschuetz, Enclosure (CC) 31, 2010/13 & ohne Titel (Ronchamp) # 04, 2005/2010 Möbel von links: Basculant LC 1, 1928; Sessel LC 2; Sofa LC 2 Grand Confort

Bilder Thomas Florschuetz, Enclosure (CC) 31, 2010/13 & ohne Titel (Ronchamp) # 04, 2005/2010
Möbel von links: Basculant LC 1, 1928; Sessel LC 2; Sofa LC 2 Grand Confort